Probleme kann man niemals mit der gleichen Denkweise lösen, mit der sie entstanden sind.
Albert Einstein
Das Wort "Encouraging" kommt aus dem Englischen und bedeutet Ermutigen.
Aus individualpsychologischer Sicht ist ermutigen unabdingbar für das Zusammenleben von Menschen.
Jedes Miteinander ist geprägt von Geben und Nehmen. Dieses ist jedoch nur auf der Basis eines gesunden Selbstwertgefühls möglich.
Es ermöglicht auch nach Misserfolgen oder Schwierigkeiten den eigenen Wert zu behalten und damit entwicklungs- und lernfähig zu sein.
Durch Ermutigen kann dieser Prozess aktiv bleiben.

Alfred Adler war einer der ersten, der den Menschen als soziales Wesen sah mit der Fähigkeit zu Verantwortung und Entscheidung.
Er fand heraus, dass jeder Mensch von Natur aus kooperativ ist und sich nach Gemeinschaft sehnt.
Adler benannte es als Gemeinschaftsgefühl, welches sich in einem Streben nach Zugehörigkeit ausdrückt.
Da jede Person über eine einmalige Kombination von Fähigkeiten und Erfahrungen verfügt, wird die Gesamtheit davon bereichert gemäß der Vielfalt des Lebens.
Laut Adler braucht der Mensch nur Mut, um das ganze Spektrum seiner Gaben zu entfalten.
Darauf basierend entwickelte Theo Schoenaker sein Ermutigungstraining, dessen Methoden und Konzepte ich autorisiert weitergebe.
Informationen aus der Neurobiologie, wie sie von Gerald Hüter vertreten werden, unterstützen seine Theorien.
Warum muss man Ermutigung lernen?
Darin besteht eine Ursehnsucht des Menschen, dass sein Leben nicht nutzlos und fruchtlos bleibe.
Anselm Grün
Täglich verhalten wir uns entmutigend durch vergleichen, bewerten, kritisieren oder nörgeln.
So entstehen Ängste, Misstrauen und Selbstzweifel. Auf dieser Grundlage fällt das Ermutigen schwer, welches für ein erfüllendes Miteinander nötig ist.
Denn ermutigend wirkt nur das, was als ermutigend ankommt. Das setzt eine Auseinandersetzung mit der anderen Person voraus.
Es erfordert Interesse und ein echtes Wohlwollen, welches wiederum mit der eigenen Person zusammen hängt und nicht immer an allen Tagen gleich gut gelingt.
Manchmal braucht man selbst Ermutigung. Im Encouraging kann man lernen, sich selbst aufzubauen und mit den zum Leben gehörenden Hürden gelassener um zu gehen.
Dazu gehört auch, sich selbst ernst zu nehmen, die eigenen Bedürfnisse zu kennen und den Mut haben, für deren Erfüllung zu sorgen. Damit wird Verantwortung für das eigene Glück übernommen.
Wer so gefüllt ist, wird gemäß der menschlichen Natur einen Beitrag zum Wohl weitergeben und andere mit seinen Gaben und Fähigkeiten bereichern.
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